Grenzüberschreitende Leitlinien

 

Leitlinien der grenzüberschreitenden Tourismusentwicklung bis 2025
Was geografisch zusammengehört, wächst nun auch touristisch immer stärker zusammen: der Tourismusverband Sächsische Schweiz und die Gemeinnützige Gesellschaft Böhmische Schweiz haben im Juni 2012 erstmals gemeinsame touristische Leitlinien beschlossen.
Es ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Integration von Sächsischer und Böhmischer Schweiz zu einem gemeinsamen, grenzüberschreitenden Reiseziel: Der deutsche und der tschechische Teil des Elbsandsteingebirges folgen einem gemeinsamen touristischen Leitbild.
Wo will die Region hin? Wie will sie sich auf einem global umkämpften Reisemarkt profilieren? Das und mehr ist in dem Papier „Leitlinien für die grenzüberschreitende Tourismusentwicklung bis 2025“ festgeschrieben. Das Dokument wurde im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der Vorstände von Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) und seiner Partnerorganisation Gemeinnützige Gesellschaft Böhmische Schweiz (GGBS) in Krásná Lípa am 08. Juni 2012 verabschiedet.



Sächsisch-Böhmische Schweiz als Qualitätsregion:

„Mit den gemeinsamen Leitlinien liegt nun erstmals ein langfristiger Fahrplan für die weitere touristische Entwicklung der grenzüberschreitenden Region vor“, erklärt der TVSSW-Vorsitzende Klaus Brähmig MdB. „Das ermöglicht uns, beiderseits der Grenze nun noch besser an einem Strang und in eine Richtung zu ziehen. Auch unser Fernziel eines gemeinsamen Destinationsmanagements ist damit ein Stück näher gerückt.“
Die Sächsisch-Böhmische Schweiz soll als Qualitätsdestination weiter ausgebaut werden – so der Kerngedanke des Strategiepapiers. Touristische Qualität in all ihren Facetten – von der Infrastruktur bis zum Marketing – soll der Maßstab für die zahlreichen gemeinsamen und individuellen Maßnahmen beider Organisationen über die nächsten 13 Jahre werden.


Bereits seit Jahren enge Zusammenarbeit:
Das gemeinsame Leitbild ist ein Resultat der jahrelangen partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen TVSSW und GGBS. Maßgeblich finanziert wurde und wird diese Kooperation mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
In den vergangenen Jahren wurde damit vor allem gemeinsames Tourismusmarketing für die grenzüberschreitende Destination betrieben. So wurde unter anderem eine gemeinsame Imagebroschüre produziert, eine gemeinsames Webdesign entwickelt, mehrsprachige Infotafeln zur Region auf beiden Seiten der Grenze aufgestellt und ein Konzept zur intensiven Medien- und Öffentlichkeitsarbeit für die Destination erstellt und umgesetzt.


Weiterführendes grenzüberschreitendes EU-Projekt 2012 bis 2014

Ein Nachfolgeprojekt mit einem Umfang von etwa 1,4 Millionen Euro wurde bis Ende des Jahres 2014 umgesetzt. Das
grenzüberschreitende Tourismusmarketing und die flankierende Medien- und Öffentlichkeitsarbeit konnten damit weitergeführt werden. Wie in den Leitlinien definiert, sollte Qualität ein neuer Projektschwerpunkt sein. So war u. a. eine Qualitätsmanagerin für die gesamte Region tätig. Es wurde ein Konzept für die Vernetzung der Tourist-Informationen erarbeitet - die Grundlage für das im Jahr 2016 gegründete Netzwerk der Tourist-Informationen der Sächsischen Schweiz. Der Informationsfluss zu den Gästen wurde unter anderem durch neue Infoterminals in den Tourist-Informationen und eine interaktive Karte im Internet verbessert. Auch die Informationen zu barrierefreien Angeboten beiderseits der Grenze wurden gebündelt und gemeinsam kommuniziert.

 

EU-Projekt 2016 bis 2019: 1,8 Millionen Euro zusätzlich für Sächsisch-Böhmische Tourismusregion
Die Nachbarregionen Sächsische Schweiz, Böhmische Schweiz und Böhmisches Mittelgebirge können dank EU-Förderung innerhalb der Jahre 2016 bis 2019 gemeinsam 1,8 Millionen Euro zusätzlich in ihre touristische Entwicklung und Vermarktung investieren. Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) fließen dank des Förderprogrammes „Interreg V A“ der Europäischen Union. „Tourismus mit Weitblick – Turistika s výhledem“ lautet der deutsch-tschechische Titel des gemeinsamen Projektes. In dessen Rahmen sollen unter anderem Werbekampagnen in deutschen und tschechischen Großstädten, Online-Kampagnen sowie Pressereisen realisiert werden. Neu ist, dass eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Tourismusregion entwickelt und umgesetzt werden soll. Sächsische und Böhmische Schweiz setzen mit diesem Projekt ihre langjährige Zusammenarbeit fort. Ein Novum ist die Beteiligung der Destinationsagentur Böhmisches Mittelgebirge, die im Rahmen des Projektes den Elberadweg weiterentwickeln will.


Ina Kische

Ihre Ansprechpartnerin

Ina Kische - Projektmanagement Sächsisch-Böhmische Schweiz

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