Destination Sächsische Schweiz

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Tourismusdestination

Alles beginnt mit einem Preis, wohlverdienten Vorschusslorbeeren sozusagen. Am 14. Juni wurde der Sächsischen Schweiz im Rahmen des „Bundeswettbewerbes 2016/17 – Nachhaltige Tourismusdestinationen“ ein Sonderpreis in der Kategorie „Nachhaltige Mobilität“ verliehen. Die Auszeichnung würdigt das kundenfreundliche und ausgezeichnet vernetzte ÖPNV-Angebot für Urlauber und Tagesgäste in der Destination, welches durch kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Tourismusverband Sächsische Schweiz, Nationalparkverwaltung, Deutscher Bahn, Verkehrsverbund Oberelbe und weiteren regionalen Verkehrsunternehmen sowie dem Landkreis und den Kommunen entstanden ist.

Doch wie bereits erwähnt, ist dieser Preis erst der Anfang. Denn jetzt geht es nicht nur darum, noch mehr Menschen zum Umdenken und Umsteigen zu bewegen. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) hat seinen Blick klar in die Zukunft gerichtet und steht zu seiner Verantwortung, den Tourismus in der Region in all seinen Facetten nachhaltig auszugestalten.

Was das bedeutet? Es bedeutet, dass alle erforderlichen Maßnahmen unternommen werden, um die Bevölkerung der Sächsischen Schweiz umfassend an den positiven Effekten des Tourismus teilhaben zu lassen, den touristischen Unternehmen eine gesicherten Ausblick für Ihre wirtschaftliche Zukunft zu bieten, negative Effekte des Tourismus zu minimieren und den Landschaftsgenuss für Gäste und Einheimische zu bewahren. Hier wird schon deutlich, dass der TVSSW Nachhaltigkeit nicht als Trend betrachtet, sondern als eine zukunftsfähige Entwicklungsrichtung, welche ganz besonders im Tourismus von großer Bedeutung ist. Denn hier sind intakte Landschaften, eine gesunde Natur, aber auch aufgeschlossene und freundliche Gastgeber existentielle Ressourcen.

Neben der erfolgreichen Beteiligung am Bundeswettbewerb für nachhaltige Tourismusdestinationen hat der Tourismusverband Sächsische Schweiz bereits weitere Schritte eingeleitet. So stellte er im Rahmen des von der EU geförderten Projektes „Tourismus mit Weitblick“ eine Nachhaltigkeitsmanagerin ein und ließ eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln.

Am 14.November 2017 findet im NationalparkZentrum eine Veranstaltung zum Thema statt. Dort wird der Tourismusverband Sächsische Schweiz die Nachhaltigkeitsstrategie vorstellen, engagierte Touristiker zu Wort kommen lassen und einen regen Austausch zu praktischen Umsetzungstipps initiieren. Dann wird u.a. besprochen, wie man seine Betriebskosten durch nachhaltiges Wirtschaften senken kann, wie Naturerlebnisangebote entwickelt, Barrieren abgebaut und Gäste auch zu weniger gut besuchten Zeiten angesprochen werden können.


1. Nachhaltigkeitstag Sächsisch-Böhmische Schweiz

Über 40 Teilnehmer nahmen an der grenzüberschreitenden Veranstaltung am 14.11. teil. Gemeinsam mit BTE stellten wir unseren Partnern die Nachhaltigkeitsstrategie vor. Mit dem Ziel, ein gemeinsames Verständnis von Begrifflichkeiten zu erlangen, näherten wir uns in Workshops der Frage an, was nachhaltiger Tourismus in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz für uns bedeutet. In einer zweiten Workshop-Runde diskutierten wir über die Kriterien, die ein nachhaltiges touristisches Angebot ausmachen sollte. Die Ergebnisse dieser Gespräche fließen nun in die Beratung des Nachhaltigkeitsgremiums ein, wo dazu Festlegungen getroffen werden sollen. Einen Nachhaltigkeitstag wird es wieder geben. Vor allem der lebhafte Austausch am Ende der diesjährigen Veranstaltung hat gezeigt, dass es einer solchen Plattform für Gespräche, Weiterbildung und Gedankenaustausch Gleichgesinnter bedarf.

Wir haben unser Ziel vorgestellt, aus der Sächsischen Schweiz ein nachhaltiges Reiseziel machen zu wollen und waren sehr erfreut über das allgemeine Echo auf der Veranstaltung. Wir hoffen, dass viele an diesem Prozess mitwirken werden und unsere Ziele unterstützen. Im März findet eine Tourismus Profi - Veranstaltung statt, in der wir mit interessierten Unternehmen erste Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Betrieb erarbeiten wollen. Die Anmeldemöglichkeit wird im Januar freigeschaltet.

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