Mitarbeiterschulung zu Nachhaltigkeit

Quelle: TVSSW

Um die Tourismusbetriebe der Sächsischen Schweiz auf ihrem Weg zu unterstützen, haben wir eine Inhouse-Schulung zum Thema Nachhaltigkeit entwickelt.

Neben der Wissensvermittlung, Inspiration und Motivation steht vor allem die Entwicklung eigener neuer Ansätze innerhalb des Teams im Vordergrund dieser zwei halben Tage. Dabei liegt der Fokus sowohl auf konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens, als auch auf der passenden Kommunikation und dem Identifizieren des zum Unternehmen passenden Nachhaltigkeitsverständnis. 

Wenn auch Sie Lust haben, gemeinsam mit Ihrem Team die nachhaltigen Stellschrauben ihrer täglichen Arbeit zu analysieren und Handlungspotenziale abzuleiten, dann melden Sie sich gerne bei unserer Nachhaltigkeitsmanagerin.

Nachhaltigkeitstipps

Die Sächsische Schweiz ist eine der erfolgreichsten nachhaltigen Tourismusregionen Deutschlands. Nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch im Hinblick auf Gästeerwartungen, Kostenentwicklung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Um Sie in Ihren Betrieben unkompliziert zu unterstützen, finden Sie hier kurze und kompakte Impulse rund um das Thema Nachhaltigkeit für Ihren touristischen Alltag. Ein, zwei Mal pro Monat wird ein Tipp ergänzt. 

Sie wollen den nächsten Nachhaltigkeitstipp direkt per Mail erhalten? Melden Sie sich bei unserer Nachhaltigkeitsmanagerin:

Beleuchtung macht – je nach Betrieb – einen spürbaren Anteil am Stromverbrauch aus. Durch die Umrüstung auf LED sparen Sie Stromkosten und Wartungsaufwand, denn diese verbrauchen bis zu 80 % weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen und halten deutlich länger. Sie haben schon lange LEDs installiert? Lesen Sie noch unseren Tipp für Fortgeschrittene unten!

Das Umrüsten von 100 Halogenspots auf LED bringt bei 16h/Tag Leuchtdauer eine Ersparnis von ca. 8.624 ,- € pro Jahr. Dem gegenüber stehen die einmaligen Anschaffungskosten von ca. 1.000,- €. Das Rechenbeispiel und weiterführende Informationen finden Sie im Praxisleitfaden „Packen wir’s an!“

So gehen Sie am besten vor:

  • Starten Sie dort, wo das Licht am häufigsten genutzt wird.
    • Für kleinere Unterkünfte & Ferienwohnungen genügt vielleicht die Umstellung auf LED beim nächsten Lampenwechsel.
    • Für größere Betriebe lohnt es sich, eine systematische Umrüstung nach Nutzungsintensität zu planen.
  • Auf die richtige Lichtfarbe achten: Warmweiß für Wohnbereiche und Zimmer, Neutralweiß für Flure, Küchen und Lager.
  • Noch mehr Potenzial: Bewegungsmelder in wenig genutzten Bereichen und Zeitschaltuhren
  • Förderung: Neutrale Beratung zu Energieeffizienz und Fördermöglichkeiten bietet die SAENA: https://www.saena.de/

Tipp für Fortgeschrittene: Beleuchtung in der Nacht überdenken

Lichtverschmutzung bringt nachtaktive Lebewesen aus dem Gleichgewicht. Viele sterben beim ewigen Umkreisen der Lichtquelle, die sie für den Mond halten. Die NGO „Paten der Nacht“ gibt 6 Tipps mit Vorher-Nacher-Bildern für insektenfreundliche Außenbeleuchtung. Weiterer Vorteil: Ihre Gäste können den Sternenhimmel besser bewundern.

Wussten Sie, dass pflanzenbasierte Gerichte beim Wareneinsatz 10 % bis 15 % günstiger sind? Mit einer Aufnahme von mehr vegetarischen oder veganen Gerichten auf Ihre Karte sparen Sie somit nicht nur Geld, sondern auch CO2. Eine vegetarische Mahlzeit spart gegenüber Mischkost 25 % und eine veganen sogar 42 % CO2 ein.
Ein weiterer Vorteil veganer Gerichte: Sie haben automatisch ein Angebot für die ca. 15 % der laktoseintoleranten Menschen in Deutschland.  

Das Beispiel und weiterführende Informationen finden Sie im Praxisleitfaden „Packen wir’s an!“ (Seite 36-39).

Neben dem Setzen auf pflanzenbetonte (vegane/vegetarische) Gerichte achten viele Betriebe bereits verstärkt auf regionale und saisonale Lebensmittel.

Warum regional und saisonal:

Die Verwendung von regionalem und saisonalem Obst und Gemüse reduziert nicht nur Transportwege, sondern sorgt auch für frischere, aromatischere Zutaten zu geringeren Preisen und unterstützt lokale Produzenten. Ein Saisonkalender hilft Ihnen, stets die besten und günstigsten Produkte zu finden.
Hier finden Sie einen Saisonkalender für Sachsen zum Herunterladen und Ausdrucken.  

Weitere Maßnahmen

  • Bio-Lebensmittel einkaufen: Der Kauf von Bio-Lebensmitteln trägt zum Umweltschutz bei. Methoden wie der Verzicht auf Pestizide und synthetischen Dünger führen unter anderem zu größerer Artenvielfalt und gesünderen Böden.
  • Lebensmittelabfälle minimieren: Durchportionierung, kreative Resteverwertung, klare Lagerplanung oder die Weitergabe an Organisationen wie Foodsharing oder Too Good To Go helfen Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
  • Nachhaltige Verpackungen nutzen: Für Lieferdienste auf wiederverwendbare oder kompostierbare Materialien umsteigen.

Fragen? Ideen? Feedback? Immer und gern an:

Annika Westhoff

Projektmanagement Nachhaltigkeit